Die zum Teil verstaatlichte Royal Bank of Scotland wird 3.500 Jobs im Investmentbanking streichen, wie sie soeben verlauten ließ. Im Moment sind bei der RBS noch 18.900 Angestellte beschäftigt. Schon im Herbst 2011 wurden 2000 entlassen. Bereits in der vergangenen Woche wurde von der “Financial Times” berichtet, die Bank plane gar den Abbau von fast 10 000 Stellen im Investmentbanking.
Es wurde auch mitgeteilt, dass diese starke Reduzierung der Stellen Bestandteil des Restrukturierungsplans sei. Betroffen sollen vor allem die Standorte in Edinburgh, Manchester und in der Londoner City sein.
Die Royal Bank of Scotland habe vor, sich in Zukunft stärker als bisher auf Geschäfts- und Privatkunden zu konzentrieren, hieß es. Solche Bereiche wie Übernahmen oder Fusionen sollen aufgegeben werden. Der nächste Drei-Jahres-Plan sehe vor, sich jetzt besser als bisher auf die Kunden zu konzentrieren, deren Unternehmen stabile, satte Gewinne versprechen.
Allerdings brachte der Finanzminister Großbritanniens, Georg Osborne, zum Ausdruck, dass die bisherigen Spar- und Verschlankungs-Pläne bei der geplanten Re-Privatisierung nicht weit genug gingen.
Es haben sich bereits erste Interessenten gemeldet, die Teile des Investmentbanking übernehmen würden, bevor die RBC zerlegt wird. Zu diesen Interessenten gehören auch die japanische Mizuho Financial und die Bank of China.